Die Yedikule Festung in Istanbul wird als die Festung der sieben Türme bezeichnet und ist ähnlich wie die Kerker in Paris oder London ein Synonym für die dunklen Seiten der osmanischen Macht. In der Geschichte Istanbuls ist Yedikule Fortress der schrecklichste Kerker in der Geschichte der Stadt.

Die Geschichte dahinter
Nach der Eroberung von Konstantinopel ließ Mehmet II. die auch unter Yedikule Zindanlari bekannte Festung errichten. Dafür wurden die bestehenden byzantinischen Mauern beim Goldenen Tor um drei neue Türme erweitert. Während der osmanischen Zeit fungierte Yedikule sowohl als Schatzkammer als auch als Archiv, war aber viel mehr als eines der bekanntesten Gefängnisse bekannt.
Die Entstehungsgeschichte reicht noch viel weiter zurück, bis in die Römerzeit6, als 390 n. Chr. Theodosius I. einen Triumphbogen errichtete. Diesen Bogen nannte er Porta Aurea, 20 Jahre später wurde dieses goldene Tor in seine neuen Landmauern eingeordnet. Mehrmals wurde es zum Schauplatz bei Siegeszügen byzantinischer Kaiser.
Yedikule Fortress für Besucher
Seit 1895 ist die Festung ein Museum, das von Touristen gerne besichtigt wird. Seit 2013 ist für den rumänischen Prinzen Constantin Brancoveanu und seine vier Sohne eine Gedenktafel errichtet. Inschriften in den Wänden sind Zeugnisse verzweifelter Botschafter, die hier wie viele andere bedeutende Personen gefangen gehalten wurden. Nicht nur die politischen Gegner des kaiserlichen Hofes, auch Menschen, die Opfer von Intrigen oder politische Gegner haben hinter den dicken Mauern ihr Leben gefristet, bis sie schließlich hingerichtet wurden.
Besucherinformation:
Öffnungszeiten:
Mo bis Samstag 08:30 bis 18:00 Uhr
Sonntag Geschlossen
Adresse:
Yedikule Mahallesi
Yedikule Meydanı Sk. No:9
34107 Fatih/İstanbul, Türkei